Watanabe Grüntee und Matchaschalen von Meister Yamashita

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Obwohl gestern Abend noch Regen für heute angekündigt war, werden wir vom Sonnenschein geweckt. Heute steht nun unser erster Teegartenbesuch für dieses Jahr an: Familie Watanabe. Wir werden aufs herzlichste begrüßt und sehen viele bekannte Gesichter. Nach ein paar Schalen Grüntee, die wir sehr genießen, machen wir uns auf den Weg in die nahegelegenen Teefelder. Ein Großteil der Büsche ist schon mit schwarzen Netzen abgedeckt. Von der ersten Ernte produziert Familie Watanabe einen sehr großen Anteil Kabusecha. Einen kennt ihr ja vermutlich schon. Später berichten wir noch mehr von den Watanabes. Seid gespannt.

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Nach dem gemeinsamen Mittagessen fahren wir alle zusammen zum Keramiker Yamashita, dessen Werke wir im letzten Jahr kennengelernt, und zwei sehr schöne Matchaschalen von ihm bekommen haben. Heute steht in der Werkstatt eine ganze Reihe noch nicht gebrannter Teeschalen, Matchaschalen, kleiner Kannen und anderer Gefäße.

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Zu Beginn der kommenden Woche plant Yamashita wieder zu brennen. Der Ofen ist schon vorbereitetet und ringsum liegen schon hohe Stapel von Brennholz. Auf Fotos zeigt er uns, wie er immer wieder Holz nachlegt und die Flammen aus dem Ofen emporschießen. Wir sind beeindruckt, denn das sieht ganz schön gefährlich aus. Auch bereuen wir ein wenig, von heute an einen so engen Zeitplan an anderen Orten zu haben, sonst könnten wir auch dabei sein, wenn Töpfermeister Yamashita über drei Tage hinweg seinen sieben Meter langen Holzofen durchgängig befeuert.

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Wir sind sehr glücklich, dass uns Yamashita dieses Jahr gleich mehrere fantastische Matchaschalen präsentiert, denn ein Kunde, der im Besonderen auf die japanische Teezeremonie spezialisiert ist, hat uns gebeten einige Werke mitzubringen. Letztes Jahr hatte Yamashita nur sehr wenige Matchaschalen vor Ort, weshalb wir erleichtert sind, dass wir dieses Jahr insgesamt sechs Matchaschalen finden, von denen uns jede einzelne zu faszinieren vermag. Zudem können wir uns nicht zurückhalten einige andere Werke einzukaufen, wie eine Natsume, drei Yumonomi und Kashizara, die uns sofort ins Auge springen – derartige Werke, bei denen man bereuen würde, die Chance nicht ergriffen zu haben sie zu erwerben.

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